Seitenorientierung in PDF

Hallo zusammen,
ich habe leider immer wieder mal Probleme damit, dass in PDF´s die ich mit dem ScanSnap gescannt habe, und in DT3 mit OCR versorgt habe, einzelne Seiten quer liegen, obwohl eindeutiger Text zu erkennen ist, und auch offensichtlich erfasst wurde.
Wenn ich die Seite dann richtig drehe, bleibt diese Orientierung zwar optisch beim wieder aufrufen des PDF erhalten, allerdings zeigt das Minibild im Inspektor immer zunächst die ursprüngliche Orientierung der Seite an, und dies ändert sich erst auf die richtige Orientierung, wenn der Inhalt des Minibildes angezeigt wird.
Problematisch wird es dann leider, wenn ich das PDF faxen will, da das Faxprogramm (Faxbot) meiner Fritzbox offenbar bei der Übernahme des betreffenden PDF die Seite wieder in der ursprünglichen Lage erkennt, und dann diese Seite einfach abschneidet.
Mein Eindruck ist, dass hier die Orientierung der Seite irgendwie anders abgespeichert wird, als die Information, dass die Seite eigentlich ja gedreht wurde.
Es wäre schön, wenn man das ändern könnte.

Ist denn die automatische Korrektur der Seitenorientierung in Einstellungen > OCR an- oder ausgeschaltet?

Die automatische Korrektur ist angeschaltet.
Die arbeitet aber in dem Fall offenbar auch nicht, da ich gerade mal den im Papierkorb befindlichen Originalscan angesehen habe. Auch hier ist die Seite um 90° gedreht, die Drehung ist übrigens immer nach rechts.
Also scheint es so, das DT3 die Seite nicht selber gedreht hat, es hat die fehlerhafte Drehung allerdings auch nicht behoben.
Das Original der Seiten habe ich in pages erstellt, und dann nach Ausdruck wieder gescannt.
Auf der Seite sind zwei Exceltabellen als Bilddateien dargestellt, und daher wegen der Qualität möglicherweise nicht richtig erkennbar. Allerdings steht auch “richtiger” Text (Aktenzeichen, Datum, und unten im Original “Seite 4 von 6” auf der Seite drauf, die richtige Orientierung hätte also für den Scanner erkennbar sein können.
Der Scanner ist aber natürlich eine andere Baustelle, wichtiger wäre mir hier, warum die manuelle Korrektur nicht von DT3 richtig gespeichert wird.

Wäre das direkte Drucken eines PDF-Dokuments nach DEVONthink nicht zuverlässiger und schneller?

Das sind leider in dem Fall Dokumente, die auf dem Original meine echte Unterschrift benötigen.
Ich habe auch schon mal ausprobiert, nur die letzte Seite zu drucken, und den Rest direkt zu übertragen, um das dann in DT3 wieder zusammen zu basteln, aber dies sieht dann aufgrund der leider deutlichen Unterschiede im Seitenbild nicht gut aus, und könnte den Verdacht einer unzulässigen Manipulation wecken, und kommt daher leider im Moment nicht in Frage.

Das Problem mit der Seitenorientierung habe ich aber leider grundsätzlich auch immer wieder bei Dokumenten, die hier per Post ankommen.
Hier vor allem, dass eine von mir geänderte Orientierung (z.B. auch bei eingescannten Briefumschlägen, die ich gerne (vom Druckbild her) “quer” gespeichert haben möchte, um bei einem möglichen Ausdruck vollständig auf die Druckseite zu passen) leider von dem Programm zwar beim Aufruf der Datei richtig angezeigt wird, beim öffnen aber regelmäßig die ursprüngliche Orientierung sichtbar ist.

Wenn das ein Thema ist, sollten die Dokumente dann nicht digital signiert sein? Denn unabhängig vom Aussehen kann man ohne so eine Signatur jedes PS-Dokument ohne großen Aufwand beliebig so manipulieren, dass der/die Empfänger:in das nicht bemerkt.

Die Seiten werden intern nur als gedreht markiert, was eigentlich für die meiste Software, die PDF-Dokumente unterstützt, kein Problem sein sollte. Eventuell hilft es aber, das PDF in ein neues PDF-Dokument zu konvertieren. s. Daten > Konvertieren > In PDF (Paginiert).

Die Dokumente, um die es jetzt hier mit der Unterschrift geht, werden im Anschluss an das Faxen per Post, oder Boten, im Original versendet.
Das Fax hat rechtliche Gründe um zeitliche Verzögerungen aufzufangen, und den Zugang gerichtsfest dokumentieren zu können.

Bei einer digitalen Signatur ist eine Originale Unterschrift nicht mehr nötig, diese Technik kommt hier aber leider erst im laufe des Jahres zum tragen.
Und auch wenn es zumeist anders dargestellt wird, auch ein, im rechtlichen Sinne, digital signiertes PDF kann man natürlich entsprechend manipulieren. Die Signatur dient (leider) nur dazu, den Absender zu verifizieren, nicht aber den Inhalt des Dokumentes.

Die Signatur hat beide Funktionen (es sei denn, Du meinst damit nur ein elektronisches Bild deiner Unterschrift in Form eines PNG o.ä.): Sie identifiziert den Absender (anhand seines öffentlichen Schlüssels und der Zertifikatskette) und sie sichert den Inhalt des Dokuments gegen Manipulationen. Jedenfalls ist das bei einer qualifizierten elektronischen Signatur so, die ja deshalb auch der persönlichen händischen Unterschrift gleichgestellt ist (obwohl diese Unterschrift gerade nicht die Integrität des Dokuments garantiert). Bei fortgeschrittenen elektronischen Signaturen sind Identität und Integrität zwar auch gewährleistet, die Anforderungen an die Erstellung der Signatur und die Identitätsprüfung sind aber geringer.

Siehe dazu Wikipedia (Elektronische Signatur – Wikipedia):

Unter einer elektronischen Signatur versteht man mit elektronischen Informationen verknüpfte Daten, mit denen man den Unterzeichner bzw. Signaturersteller identifizieren und die Integrität der signierten elektronischen Informationen prüfen kann.

Die technischen Details sind hier beschrieben:

Diese gemeinsame Sicherung von Identität und Integrität ist schon Teil von PGP/GnuPG und quasi kostenlose Beigabe asymmetrischer Verfahren.

Wikipedia ist eine tolle Sache, aber leider sind die dort zu findenden Informationen immer mit etwas Vorsicht zu genießen, da sie eben von verschiedensten Leuten dort hineingeschrieben werden können, und die Qualität der Informationen daher nur durch die Qualifikationen der beteiligten Schreiber, die aber weder verifizierbar noch gesichert ist, sichergestellt werden kann.
Ich habe mich beruflich eine Zeit lang mit dem Thema beschäftigen müssen, und ich kann Dir versichern, dass jedes digital signierte Dokument gefälscht werden kann.
Natürlich lässt sich eine solche Fälschung, wie im Grunde tatsächlich jede Fälschung, mit einem entsprechenden Forensischen Aufwand erkennen, aber dieser Aufwand wird eben in der Praxis so gut wie nie betrieben.
Die Signatur hat daher bisher tatsächlich nur die Aufgabe die Identität des Ausstellers zu sichern, nicht den Inhalt. Auch wenn dies viele nicht verstehen können, bzw. die Anbieter vielfach etwas anderes versprechen, bzw. dieses im deutschen Signaturgesetz sogar für die fortgeschrittenen Signaturen so gefordert wird.
Leider ist aber in der Praxis selbst der Nachweis der Identität des Ausstellers mit der Signatur nicht 100% zuverlässig möglich, da hier eben in aller Regel mit Karten und Pins gearbeitet wird, und diese sehr gerne mal an die Sekretärin, oder ähnliche Personen, weitergegeben werden, um sich die Mühe der “Unterschrift” zu ersparen.
Der Umstand, dass es eben in der Praxis mit den digitalen Signaturen nicht so funktioniert, wie man sich das auf dem Papier vorstellt, ist übrigens z.B. ein Hauptgrund dafür, warum es noch keine elektronische Gesundheitskarten gibt, obwohl diese bereits 2008 eingeführt werden sollte. Und auch mit einer der Gründe, warum man seit Sommer 2018 mit dem ePA keine qualifizierten Signaturen mehr erstellen kann, weil sich damals die Bundesdruckerei, als einziger Anbieter eines dafür notwendigen Zertifikates, aus der Angelegenheit zurück gezogen hat.

Aber hier soll es nicht um digitale Signaturen gehen…

Gibt es dafür, dass die Seiten nicht im gedrehten Zustand gespeichert werden, sondern nur die Drehung gespeichert wird, einen technisch sinnvollen Hintergrund?
Auf den ersten Blick führt dies doch nur dazu, dass die Verwendung des PDF möglicherweise nicht mit allen Programmen funktioniert, und vor allem die Datei unnötig aufgebläht wird?!

Das wird von der PDF-Spezifikation so unterstützt und entsprechend vom PDFkit-Framework gehandhabt.