Devonthink vs Alternative

Ich möchte das Bezahlmodell verstehen bevor ich Zeit investiere.

Wenn es bei der Masse an Geräten hier zu teuer ist, befülle ich doch nicht mit viel Zeit und Dokumenten das DMS.

Ich gehe momentan davon aus, dass niemand so ganz das Modell beschreiben kann, sonst hätte schon längst jemand mein Beispiel aufgegriffen, zumal der Support gut sein soll.

Entweder Server oder eben Lizenzen für alle Endgeräte. So schwierig ist das doch nicht.

2 Likes

Eine gekaufte DEVONthink-Lizenz (egal ob Standard, Pro oder Server) schließt zwei Arbeitsplätze und 12 Monate Updates ein. Die Anzahl der Anwender, die auf das Web Interface der Server-Edition per Browser zugreifen können, ist allerdings unbegrenzt.

D.h. wenn Ihre Familienmitglieder sowieso nur auf das Web Interface zugreifen sollen, dann genügt eine Lizenz für DEVONthink Server. Falls hingegen jedes Mitglied mit einer lokalen Installation von DEVONthink arbeiten soll oder möchte, da diese mehr Möglichkeiten bietet, dann wären die Standard- oder Pro-Edition plus zusätzliche Arbeitsplätze die bessere Wahl.

Zusätzliche Arbeitsplätze erhöhen auch nicht den Preis der Verlängerung einer Lizenz, um weiter Updates zu erhalten. Es ist letztlich auch Ihre Entscheidung, ob und wann Sie eine Lizenz verlängern, aber bei vorzeitiger Verlängerung gibt es Rabatte von bis zu 30%.

3 Likes

Dass Sie das Bezahlmodell erst einmal verstehen wollen, ist nachvollziehbar. Was nützt es, wenn Sie feststellen, dass DEVONthink ganz toll ist (ist es!), aber für Sie mit allen Geräten in der Familie, mit denen es genutzt werden soll, den finanziellen Rahmen sprengt?

Aber welche Kosten für Sie tatsächlich anfallen, wissen Sie erst, wenn Sie sich für eine der möglichen – und deutlich verschiedenen – Versionen entschieden haben. Und entscheiden können Sie erst, wenn Sie die Versionen verglichen haben.

Auf der Kostenseite sieht es so aus:

Kosten Server Edition

  • Teuerste Edition (einmalig)
  • neuer Mac, der als Server genutzt wird (einmalig) und (vermutlich) permanent läuft (schlägt sich auf der Stromrechnung nieder)
  • vielleicht: Monitor, Tastatur und Trackpad/Maus für diesen Mac (einmalig)?
  • weitere Jahre mit Updates (optional, die Software läuft auch nach einem Jahr unverändert weiter)
  • irgendwann mal neu angeschaffte Hardware kann günstig sein (Android-, Windows- und alle anderen Geräte, in denen ein Browser läuft; lediglich einen Mac muss es immer geben, auf dem DEVONthink läuft)

Kosten Standard und Pro Edition

  • Günstigere Edition (einmalig)
  • weitere Jahre mit Updates (optional, die Software läuft auch nach einem Jahr unverändert weiter)
  • zusätzlich Arbeitsplatzlizenzen ab mehr als zwei Macs (einmalig, Lizenzen werden nicht geupdated)
  • Lizenzen für DEVONthink To Go + Updates oder Abogebühr für DEVONthink To Go
  • neu angeschaffte Hardware muss von Apple sein und liegt damit im höherpreisigen Bereich

Kurz: Je mehr Geräte bzw. Nutzer im Spiel sind, desto mehr schlägt der Kostenfaktor in Richtung Server-Edition mit ausschließlicher Nutzung über das Webinterface aus.

Aber Kosten sind nicht alles, sondern eben auch das, was die verschiedenen Editionen erlauben, damit zu tun. Heißt:

Funktionalität DEVONthink (alle Editionen!) > Funktionalität DEVONthink To Go > Zugriff auf von DEVONthink Server zur Verfügung gestellten DEVONthink-Datenbanken über den Browser.[1]

Um herauszubekommen, ob die Einschränkungen des Zugriffs über den Webbrowser für Sie akzeptabel sind, müssen Sie testen. Vielleicht bietet das Web-Interface zu wenig, vielleicht finden Sie es sogar gut, dass nur die beiden Macs (die Elternrechner?) vollen Zugriff auf alles haben. Vielleicht finden Sie aber auch heraus, dass DEVONthink mit seinem Funktionsumfang seinen Preis wert ist (ist es!), aber Sie das meiste davon nicht benötigen.

Testen Sie, DEVONthink, aber auch paperless-ngx. Ein bisschen Zeit kostet das, aber wenn Sie nicht ausreichend testen und dadurch aufs falsche Pferd gesetzt haben, verlieren Sie richtig Zeit. Wenn man sich einmal der Mühe unterzieht, mit seinen Daten umzuziehen und, auch nicht ganz unerheblich, allen Nutzern zu erklären, wie man damit umgehen kann, will man das ja nicht bald schon wieder machen müssen. Ich kenne paperless-ngx nicht, würde aber einfach mal vermuten, dass es sich nur durch die von Ihnen oben genannten drei Punkte, sondern auch im Funktionsumfang von DEVONthink unterscheidet.

Und das Befüllen zumindest von DEVONthink nimmt gar nicht soviel Zeit in Anspruch: Dateien, die einer DEVONthink-Datenbanken hinzugefügt (und nicht nur indexiert) werden, werden hineinkopiert, die Originale bleiben unberührt. Sie können zum Herumprobieren also munter Dateien und Ordner in eine Datenbank ziehen, ohne irgendetwas bei Ihren vorhandenen Daten zu zerstören.

Das brauchen gar nicht so viele Dateien zu sein. Ich würde versuchen, Ihre Ordnerstruktur im Finder wenigstens teilabzubilden. Außerdem empfehle ich, möglichst von vielen verschiedenen Dateitypen, mit denen Sie es zu tun haben, mindestens ein Exemplar auch in die Testdatenbank zu ziehen. Dann können Sie vor allem im Webinterface sehen, was Sie dort damit machen können. Und um das zu können, sollten Sie für die Testphase einen der vorhandenen Macs als Server nutzen.

(Nein, lieber @MichaelHD, dieses Posting soll kein Konkurrenzprodukt zu Deinem Praxixbuch sein.)


  1. Ich möchte anmerken, dass ich die Server Edition nicht nutze. Falls die also mehr Funktionen hat als die Mobil-Versionen, müssen die beiden vertauscht werden; die Mac-Version hat aber auf jeden Fall den größten Funktionsumfang. ↩︎

4 Likes

Vielen Dank…

Wenn wir uns nun also für die Pro- oder Standard-Edition entscheiden, sind 2 Mac-Lizenzen mit dabei. Für jedes iOS-Gerät sind dann nochmals EUR 59,99 einmalig zzgl. EUR 20,49/Jahr nötig ? Sind diese dann in der Familienfreigabe teilbar ? Und, kann man die iOS-Lizenz dann auf iPadOS auch nutzen oder kommt das nochmals hinzu ?

Synchronisieren sich die Datenbanken dann via iCloud unter allen Familiengeräten untereinander ? Ist dann überhaupt ein Mac notwendig, wenn die Datenbanken auf mehreren Geräten liegen?

Die Serverversion wird via Web genutzt, die Daten liegen auf dem Mac. Greifen dann die iOS- und Mac-Clients auch darauf zu und synchronisieren sich mit dem Server ? Wie ist das Zusammenspiel der Pro- und der Serverversion miteinander ?

Weil ich ein Einzelnutzer ohne Serverversion bin – und weil ich beweisen will, dass ich auch kurz kann –, hier nur ein paar Antworten:

Ja, zwei Arbeitsplatz-Lizenzen sind dabei, aber das gilt auch für die Server Edition.

Nein, man zahlt entweder einen Einmalpreis für eine Major-Version (aktuell DEVONthink To Go 3) oder laufend (monatlich oder jährlich) die Abo-Gebühr.

Eine Lizenz für iOS und iPadOS.

Ja, DEVONthink To Go unterstützt die Familienfreigabe.

Allerdings ist eine Synchronisierung zwischen Apple IDs / iCloud-Konten nicht möglich.

Und ja, es ist theoretisch möglich, über das Webinterface der Server-Edition auf Mobilgeräten, z. B. in Safari, darauf zuzugreifen. Allerdings ist dies auf einem Gerät mit kleinem Bildschirm, wie beispielsweise einem iPhone, wahrscheinlich nicht besonders sinnvoll.

A

Mit der Familienfreigabe muss man dann Devonthink to Go nur einmalig kaufen und kann es auf allen Geräten innerhalb der Familienfreigabe einsetzen ?

Alle Familiengeräte sollen auf dieselben Daten zugreifen können, was doch aber dann nicht geht, wenn jeder seine eigene AppleID hat, korrekt ?

Ich verstehe auch noch nicht: beim Server benötige ich einen Mac, ja. Aber bei der Pro-Edition habe ich die Datenbank lokal auf den Geräten, die sich nur innerhalb einer AppleID synchronisieren via iCloud - da bedarf es keinen expliziten Mac.

Das erscheint mir alles auf die Priorität „künstliche Schaffung von Lizenzmodellen“ ausgelegt zu sein. Man will doch eigentlich einen ServerMac stehen haben, der sich mit allen Clients zentral synchronisiert ungeachtet verschiedener AppleIDs. Dabei möchte man auf die Daten per Web und App zugreifen können.

Alle Editionen arbeiten mit lokalen Datenbanken, der Server bietet gegenüber der Pro-Edition nur eine zusätzliche Web-Oberfläche für Browser. Und die Synchronisierung erfolgt ebenfalls bei allen Editionen, egal ob Mac, iPhone oder iPad, mit der gewählten Methode (Dropbox, CloudMe, WebDAV, iCloud, Bonjour).

S.a.

Liegen die Daten dann in der Cloud und jeder Client synchronisiert seine Daten dann mit der Cloud oder werden über die Cloud bloß Daten ausgetauscht und nicht alle dort vorgehalten ?

Die Daten liegen komplett an der Stelle, die alle Geräte für die Synchronisation benutzen. Das kann, muss aber nicht die Cloud sein. WebDAV oder Bonjour (das mW ohne Syncstore auskommt!) kommen ebenfalls infrage.

Allerdings enthält dieser Syncstore keine Kopien der Datenbanken, sondern ein idR nicht lesbares internes Format.

Nein, iCloud ist nicht nur eine Autobahn für Synchronisationsdaten. Es gibt ein Lager entlang dieser Autobahn, wo die Synchronisationsdaten gespeichert werden. Jedes Gerät transportiert Änderungen zu und von diesem Lager, holt ab, was es nicht hat, und gibt seine neuen Elemente ab. Ganz einfach.

1 Like

Würde gerne die iCloud nutzen, aber dann könnte nur ich darauf zugreifen und eben nicht der Rest der Familie trotz Familysharing, korrekt ?

Das ist richtig. Du kannst nicht zwischen Apple IDs synchronisieren. Außerdem, obwohl du technisch einen Finder-Ordner in iCloud Drive teilen kannst…

  1. Du kannst die Synchronisationsdaten nicht teilen.
  2. Wenn du einen normalen Ordner geteilt hast, gibt es keine Garantie für eine schnelle Datenübertragung zu den anderen Geräten. Tatsächlich synchronisiert jedes Gerät zu seiner eigenen Zeit, abhängig von der jeweiligen Netzwerkqualität, Hardware usw.
  3. Ein geteilter Finder-Ordner behält nicht alle Metadaten bei. Wenn du zum Beispiel Finder-Tags auf deinem Mac hinzufügst, werden diese Tags nicht zu den anderen Geräten geteilt.
1 Like

Dann ist Devonthink für eine Familie sicherlich völlig unnutzbar, wie mir scheint.
Das Bezahlmodell scheint viel zu komplex, dessen Intention die Einnahmenmaximierung durch Gängelung der Nutzer zu sein scheint.

Soviel künstliche Hürden gegen die eigenen Nutzer.

Sehr schade.

English: Perhaps unusable in your family, but in use for years by my family. You probably should be looking elsewhere, I guess, for a family solution.

German: Vielleicht in Ihrer Familie unbrauchbar, aber seit Jahren von meiner Familie genutzt. Sie sollten wahrscheinlich woanders suchen, denke ich, nach einer Familienlösung.

1 Like

Selbstverständlich will eine Firma Geld verdienen. Aber wie kommst du darauf, DT sei für eine Familie nicht nutzbar? Du musst nicht iCloud zum Synchronisieren benutzen. Bonjour kostet nix und braucht keinen zusätzlichen Speicher. Du musst nicht zig Arbeitsplätze bespielen, weil für vieles der Server mit Browserzugriff reicht.
Und du kannst die Software vorher ausprobieren.

Also warum der beleidigte Ton?

5 Likes

Hmm, also, dass eine iCloud-Synchronisierung an eine Apple ID gekoppelt ist, das ist schlicht das Konzept hinter iCloud. Deswegen gibt es ja noch weitere Synchronisierungsoptionen, von Dropbox über WebDAV bis direkt.

Und so komplex ist das Bezahlmodell nicht:

  • DEVONthink Server mit unbegrenzt vielen Web-Anwendern
  • DEVONthink Mac mit zwei Arbeitsplätzen und weiteren zukaufbar
  • DEVONthink To Go mit dem von Apple vorgegebene Bezahlrahmen, welches die Installation auf bis zu fünf Geräten und zudem Familienfreigabe erlaubt

Im App Store und bei iCloud bewegen wir uns im Rahmen der Vorgaben von Apple. Nur auf dem Mac haben wir unser eigenes Arbeitsplatzmodell geschaffen.

6 Likes

Hm, denke nicht, dass es mit „beleidigt sein“ zu tun hat. Das wird hineininterpretiert.
Ich werte die Aussagen, um mit paperless für meinen Anwendungsfall vergleichen zu können. Vor allem möchte och die laufenden Kosten im Blick haben, zu denen im Falle von Dropbox zum Sync noch als monatliche Kosten kommen.

Und ja, ich denke, das Preismodell ist überhaupt nicht übersichtlich und auf maximales Melken des Nutzers ausgelegt - zumindest für den Privatbereich. Wenn man bedenkt, dass Versionssprünge und jährliche Abokosten hinzukommen, wenn man denn „auf dem Laufenden“ bleiben möchte. Denke, wenn denn schon jährliche Abokosten anfallen, müssen die Versionssprünge inkludiert sein. Vielleicht habe ich das aber falsch verstanden.

Denke, ein Familie sollte eine zentrale Instanz zim Synx haben, wobei jeder einzelne entscheiden kann, ob bestimmte Dokumente nur für ihn ersichtlich und doch in der allgemeinen Datenbank enthalten sind.

Für mich entfällt DT, wenn es nicht über dieselbe iCloud für alle Nutzer erreichbar ist. Das ist sicherlich eine Einschränlung von Apple, aber so ist es nunmal.

Vielleicht doch nochmals gefragt: derzeit wäre meine Wahl…

  • Server-Lizenz (als zentrale Instanz zum Sync für alle auf dem Mac Mini)
  • Pro-Edition für die Mac- und iPadOS-Geräte
  • iOS- und iPadOS-Apps

Das müsste dann doch so sein, dass alle Mac-/iOS-Geräte sich eine Datenbank auf ihrer eigenen iCloud vorhalten, die sich mit den jeweils eigenen AppleID-Geräten syncen. Damit nun aber sämtliche Familiengeräte dieselbe Datenbank am Ende nutzen, syncen sie sich insgeamt mit dem Mini-Server. Zusätzlich bietet die Server-Version noch den Webvorteil für nicht-Apple-Geräte. Also am Ende ein Sync aller Geräte mit iCloud und Server.

Ist das genau so möglich ?

Und, ist jemand so nett, und schreibt die finalen Kosten einmalig und jährlich hinter die Spiegelstriche, wenn man denn stets die aktuelle Version nutzen möchte ?

Ja, es wurde wohl schon erwähnt, aber dies soll der final klärende Post sein. Am Ende muss ich es privat und für eine Firma entscheiden.

Es handelt sich tatsächlich nicht um ein Abo, sondern Lizenzen können zu einem beliebigen Zeitpunkt verlängert werden und Sie erhalten dann alle Updates & Upgrades innerhalb der nächsten 12 (oder mehr) Monate. D.h. Versionssprünge spielen ab Version 4 überhaupt keine Rolle mehr. Sie können auch eine Lizenz nicht verlängern im Gegensatz zu einem Abo und die bisherige Version weiterhin verwenden.

3 Likes