Second Brain mit DT aufbauen

Hallo,

ich habe gerade das Konzept vom “Second Brain” gesehen.

Hat jemand schon mal versucht ein “Second Brain” mit DT aufzubauen und wenn ja, wie könnte das Aussehen?

Ich danke für eure Antwort.

Liebe Grüße

Hendrik

Ich bin nicht wirklich vertraut mit dem Konzept, aber nach einem kurzen Blick darauf sollte DEVONthinks Flexibilität und Funktionsumfang dafür auf jeden Fall ausreichend sein.

Persönlich würde ich eher dazu raten, nicht unbedingt anderen Konzepten strikt zu folgen, sondern Daten so zu organisieren, dass es für einen selbst Sinn ergibt aufgrund der eigenen Erfahrungen und Anforderungen. Dabei können natürlich Ideen aus anderen Konzepten einfließen.

So wie manche Anwender auf Tags schwören, anderen auf Gruppen/Ordner und manche eine Mischform bevorzugen.

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Es gibt in die Richtung im Moment eine relativ große Anzahl von unterschiedlich benannten Konzepten, die aber im Ergebnis alle darauf abzielen, die in irgend einer Form verfügbaren Informationen tatsächlich auch nutzbar zu machen.
Dies geschieht in allen mir bisher bekannten Konzepten dadurch, dass man für sich eine strukturierte Form der Datenablage schafft, mit deren Hilfe man nicht nur die Informationen gezielt suchen, und abrufen kann, sondern diese im Idealfall auch zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung stehen, und relevante Zusammenhänge, die von einem wie auch immer genannten Computersystem erkennbar sind, bereits verknüpft sind.
Ich bin, genauso wie sehr viele andere davon überzeugt, dass man niemals in der Lage ist, das konkrete Konzept eines Coaches 1:1 zu übernehmen, und für sich selber brauchbar zu machen.
Vielmehr versuche ich selber möglichst viele Konzepte kennen zu lernen, jeweils festzustellen was sie von anderen unterscheidet, und ob dies von Vorteil für mich persönlich ist, und dann meinen eigenen Ansatz auf dieser Erkenntnis weiter zu entwickeln.
Für die termingerechten Erinnerungen nutze ich einen Taskmanager wie Omnifocus, aber auch DT3 könnte mich zu festlegbaren Terminen an Dokumenten erinnern.
Zur Ideensammlung/Ideenspeicherung befasse ich mich derzeit mit Obsidian, dass auch eine “intelligente” Verknüpfung und Darstellung zusammenhängender Daten erlaubt. Auch dies kann aber bei entsprechender Organisation DT3, entweder (wo es tatsächlich funktioniert) über die eingebaute “AI”, oder über die Ordnung der Daten in (Smarten) Gruppen, oder mit Tags. Tatsächlich benutze ich eine Mischform hiervon in DT3, d.h. alles bekommt “sprechende” Tags, und wird zusätzlich in einer entsprechenden Gruppenstruktur organisiert, was mir alleine schon die gezielte Mitnahme bestimmter Dokumente mit DTTG ermöglicht, ohne die gesamte Datenbanken auf dem iPad zu haben.
Darüber hinaus benötigt man auch einen Speicher für die tatsächlichen Daten. Und hierfür ist, meiner Ansicht nach, jedenfalls auf einem Mac, DT3 derzeit der beste, und im Grunde auch einzige, Anbieter für einen solches Speichersystem.
Wichtig ist es bei einem wirklich funktionierenden Konzept aus meiner Sicht, dass man die Daten konsequent verlinkt. Alle von mir genannten Systeme können mit diesen internen Links arbeiten, und erst diese Verlinkung macht aus ein paar einfachen Dokumenten die Daten, die man zur richtigen Zeit (Omnifocus) mit den zuvor gemachten Gedanken/Ideen hierüber (Obsidian) mit nur einem Klick zur Verfügung (DT3) hat, um damit zu arbeiten.

Es gibt eine Menge Anbieter für solche Konzepte.
Ich selber folge seit vielen Jahren David Sparks (MacSparky), der eine Reihe von sehr guten so genannten FieldGuides herausgegeben hat, und dies weiterhin (seit Anfang des Jahres verstärkt) tut. Zu seinen Fieldguides u.a. zu Omnifocus und Devonthink soll (nach Abschluss des derzeit in Produktion befindlichen zum Thema “Shortcuts on Mac”) als nächstes Projekt nun einer zu Obsidian hinzukommen.

David Sparks hat daneben auch einen recht guten Blog, und drei Podcasts (Mac Power User, Focused und Automators), die sich auch immer wieder mit Themen rund um die “persönliche Optimierung” befassen, und die mich in der Vergangenheit dann auch immer wieder mit neuen Ideen, anderen Gesichtspunkten, und neuen Namen zu dem Thema versorgt haben, mit denen ich mich befassen, und mein eigenes Konzept stetig verbessern kann.

Fazit: Ja, Devonthink ist definitiv ein Baustein, mit dem man für ein solches Konzept, wie immer man es nennen will, zum Einsatz kommen kann, bzw. im Apple-Universe fast “zwingend” kommen “muss”.

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